50 Dexcom Sensoren – Meine Erfahrungen

Anfang 2015 habe ich das Dexcom G4 CGMS bekommen. Gerade habe ich mir den 50. Dexcom Sensor gesetzt. Eigentlich nicht wirklich ein Grund zum Feiern aber doch immerhin ein Meilenstein in meiner Diabetestherapie.

Normalerweise zählt man nicht unbedingt mit, wie viel Verbrauchsmaterial man im Rahmen seiner Therapie so benötigt. Im Falle des CGM Systems ist das bei mir allerdings etwas anders.
Knappe 2 Jahre war ich nämlich Selbstzahler bevor mir meine Krankenkasse im Dezember 2016 die Kostenübernahme bestätigte.
Die Geschichte meines Antrages auf Kostenübernahme könnt ihr hier lesen: Volle CGMS Kostenübernahme.
Da war es für mich schon von großem Interesse zu wissen, wie lange ein Sensor hält, wie lange ein Transmitter hält und ob es irgendwelche Auffälligkeiten bezüglich der Setzstellen gibt.

So habe ich gleich von Anfang an Buch geführt wann und wo ich einen neuen Sensor gesetzt habe, wann ich einen neuen Transmitter benötigt habe und was sonst irgendwie aufgefallen ist.

Meinen Rückblick nach dem ersten Jahr mit Dexcom findet ihr hier.

Gute 2,5 Jahre Dexcom

Am 16.2.2015 habe ich den ersten Sensor gesetzt und am 21.1.2017 den letzten selbst gekauften. Das waren insgesamt 37 Sensoren. Die Kosten für das gesamte System inklusive Sensoren und Transmittern beliefen sich bis dahin auf ziemlich exakt 4500 Euro. Eine ganz schöne Summe.

Ab dem nächsten Sensor bezahlte dann die Krankenkasse. Einen neuen Empfänger hat sie allerdings nicht bezahlt und mich stattdessen „gebeten“  den „alten“ weiter zu benutzen. Das war für mich absolut in Ordnung.

50 Dexcom Sensoren in rund 2,5 Jahren

Nach gut 2,5 Jahren der 50. Dexcom Sensor

Gleichmäßig niedrige BZ-Werte mag der Sensor

Nun habe ich also insgesamt 50 Sensoren verbraucht, der 3. Transmitter ist in Betrieb und das Dexcom läuft gut und problemlos. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Sensoren stabiler laufen als zu Beginn. Damit meine ich, dass ich viel seltener bis gar nicht mehr die „???“ zu Gesicht bekomme, die anzeigen, dass der Empfänger die Daten des Senders nicht mehr interpretieren kann. Das passiert selbst dann nicht, wenn ich die Sensoren länger trage. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Sensoren länger stabil laufen, wenn man sich kohlenhydratarm ernährt. Damit meine ich, dass die Sensoren besser laufen, wenn der Blutzuckerverlauf gleichmäßig auf einem niedrigen Niveau liegt.

Fast 3 Wochen Laufzeit pro Sensor

Die Laufzeit liegt im Durchschnitt bei 19,8 Tagen. Die kürzeste Laufzeit war 10 Tage und die längste 35 Tage. Das Gros liegt aber tatsächlich um den Durchschnitt.
Ich lasse die Sensoren auch nach der Kostenübernahme durch die Kasse länger liegen als vom Hersteller vorgesehen weil ich nicht einsehe, einen Sensor, der einwandfrei funktioniert, frühzeitig abzunehmen. Ich gebe aber zu, dass ich nun nach der ersten Woche Tragezeit den Sensor beim ersten Anzeichen eines Ausfalles austausche. Meistens komme ich aber bis in die 3. Woche der Tragedauer.

Alternative Setzstellen

Meine Lieblingstelle für die Sensoren sind definitiv die Rückseiten der Oberarme. Danach im Hüftspeck auf 4 und 8 Uhr. Am Bauch, wo Dexcom den Sensor eigentlich sehen möchte, habe ich bis jetzt tatsächlich erst 3x einen Sensor getragen. Zum Einen behalte ich mir den Platz am Bauch für die Katheter der Infusionssets vor und zum Anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich beim Sport immer Verbindungsabbrüche habe, wenn der Sensor am Bauch sitzt. Warum das so ist weiß ich nicht.

Wie ist die Qualität?

Das Setzen der Sensoren geht mittlerweile im Schlaf. Das zusätzliche Absichern mit zugeschnittenem Kinesiotape klappt auch ganz gut, steht und fällt aber mit der Qualität des Tapes. Auf das Pflaster des Sensors alleine würde ich mich nicht verlassen. Das liegt aber weniger am Pflaster selbst sondern an der mechanischen Belastung der Pflasterränder. Diese sind durch das Kinesiotape geschützt, so dass auch nach 3 Wochen das Sensorpflaster gut hält.
Die Qualität des Empfängers könnte bei so einem Preis durchaus besser sein. Der 4-Wege Bedienknopf ist recht schwergängig und knarzt immer noch. Der zentrale Knopf nimmt manchmal die Betätigung an, manchmal nicht und manchmal reicht ein Tastendruck um 2 Operationen auszulösen, was am unpräzisen Schalter liegt. Die Schutzklappe des USB Anschlusses löste sich schon recht früh auf. Die Qualität der Empfängertaschen ist recht durchwachsen. Die jetzige scheint gut zu sein. Bei der vorigen hat der Kunststoffüberzug schon nach wenigen Tagen begonnen sich abzulösen. Bei dem Preis für das Teil nicht akzeptabel.

Mein Fazit

Alles in allem bin ich auch nach mehr als 2,5 Jahren zufrieden mit dem Dexcom und würde mich zur Zeit wahrscheinlich wieder für ein Dexcom System entscheiden.
Dass das Dexcom nicht in meiner Pumpe integriert ist finde ich nicht schlimm. Im Gegenteil. Beim Sport lege ich die Pumpe meistens ganz ab und habe den Dexcom Empfänger gut erreichbar dabei, so dass ich beim Laufen oder Biken nicht die Pumpe mitsamt Schlauch irgendwo rauskramen und vor allem auch wieder reinkramen muss.

Ein CGM System gibt mir unglaublich viel Freiheit, Sicherheit und vor allem auch die richtigen Informationen um meine Therapie optimal zu gestalten und ich würde ungern wieder darauf verzichten wollen.

Wie sind eure Erfahrungen mit eurem CGMS?

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